„Arbeit 4.0“ oder „New Work“ und Mediation

Wie stark die Digitalisierung unsere Arbeitswelt in den nächsten Jahren verändern wird, kann niemand absehen. Einerseits eröffnet die digitale Transformation völlig neue technische und wirtschaftliche Möglichkeiten. Andererseits stellt sie quasi alle bisherigen Strukturen radikal in Frage. Die klassische strategische Führung über einen definierten Zeitraum hinweg ist kaum noch möglich. Steigende Veränderungsdynamik des relevanten Umfeldes, geringe Planbarkeit von relevanten Ereignissen,  hohe Komplexität bei zunehmender Mehrdeutigkeit (bekannt als VACU-Dimensionen) fordern hohe Flexibilität und Innovationsfähigkeit.

„Arbeit 4.0“ bzw. „New Work“  vereint Konzepte zur Gestaltung dieser neuen Herausforderungen. Dabei wird fokussiert auf die Fähigkeit zur Selbstorganisation und Agilität. Was häufig in „einzelnen Zellen“ großer Unternehmen ausprobiert wird. Häufig ohne Erfolg, dafür mit viel Konfliktpotenzial.

Welche Navigationshilfen gibt es? Was schafft Orientierung?

 

Systemaufstellung und digitale Transformation

„Mit der Systemaufstellung im Digitalisierungskontext kann das Spannungsfeld zwischen digitaler Logik und menschlicher Psycho-Logik ans Licht kommen. Systemische Dynamiken werden hautnah erfahren, verborgene Hindernisse  und Unternehmenszusammenhänge werden sichtbar. Die so gewonnenen Erkenntnisse können genutzt werden für Digitalisierung im menschlichen Maß“ (Connected to  the Unknown, V& R, 2019). So beschreibt Dr. K. Horn seine Erfahrungen als Pionier der Organisationsaufstellung – auch im Digitalisierungskontext. Ich freue mich, dass uns Klaus Horn im Rahmen des Trainings ab März in diese Arbeit einführt.

 

Mediation und New Work 

Wir werden in letzter Zeit häufig als Mediatoren angefragt, um mit agilen Teams zu arbeiten oder um in Konfliktsituationen Unternehmen  zu beraten und unterstützen, die ihre Strukturen radikal verändern. Das hat uns überrascht und bestärkt. Denn Mediatoren haben es gelernt durch komplexe Verständigungs- und Veränderungsprozesse zu führen, Kooperationsprozesse anzuleiten und zu Innovationen zu führen. Wir wissen, dass manche Unternehmen inzwischen Mediations-KnowHow einkaufen, um ihre Führungskräfte für die neuen Herausforderungen zu stärken. Denn „New Work needs Inner Work“ (New Work needs Inner Work: Ein Handbuch für Unternehmen auf dem Weg zur Selbstorganisation, Vahlen, 2019.), wie Joana Breidenbach und Bettina Rollow in ihrer gleichnamigen neuen Veröffentlichung wunderbar heraus gearbeitet haben: Selbstreflexion, Arbeit an der inneren Haltung und innere Klarheit für die erforderliche Selbstorganisation – Sie sind herzlich willkommen zu unserer nächsten Mediationsausbildung, Start am 23.01.2020, wo wir unsere Erfahrung aus der Praxis der Agilen Welt selbstverständlich mit einbringen werdenJ